Schwarze Punkte in der Zimmerecke, graue Schleier im Bad, Flecken hinter dem Schrank: Schimmel ist ärgerlich und gehört schnell weg. Hier lesen Sie, was Sie selbst tun können – und wann Sie es lassen sollten.
Von Frank Müller & Markus Stempfle, Malereibetrieb Farbkraft
Schimmel wächst nur dort, wo es dauerhaft feucht ist. Wer nur die Flecken entfernt, sieht sie meist nach wenigen Wochen wieder. Deshalb steht am Anfang immer die Frage: Woher kommt die Feuchtigkeit?
Ein Hygrometer für wenige Euro hilft bei der Einschätzung: Liegt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen dauerhaft deutlich über 60 Prozent, ist die Raumluft wahrscheinlich die Ursache.
Das Umweltbundesamt hält es für vertretbar, dass Laien kleine Flächen selbst entfernen – bis etwa einen halben Quadratmeter und nur, wenn kein Bauschaden dahintersteckt. Alles, was größer ist, sollte ein Fachbetrieb übernehmen. Das gilt auch, wenn der Schimmel immer wiederkommt oder schon in Tapete, Putz oder Gipskarton eingedrungen ist.
Im Bad trifft der meiste Wasserdampf auf die kühlsten Flächen. Typisch sind dunkle Silikonfugen, graue Stellen an der Decke über der Dusche und Flecken in Ecken. Hier hilft vor allem: nach jedem Duschen kurz und kräftig lüften, Fliesen und Duschwand abziehen, die Tür zum übrigen Wohnraum geschlossen halten. Verschimmelte Silikonfugen sollten ausgetauscht statt gereinigt werden – der Pilz sitzt oft tief im Material.
Schlafzimmer werden oft kühl gehalten, gleichzeitig geben zwei Menschen in einer Nacht viel Feuchtigkeit ab. Kühle Wände plus feuchte Luft – das ist die typische Mischung für Schimmel hinter dem Kleiderschrank oder in der Außenecke. Morgens gründlich stoßlüften, das Schlafzimmer nicht zu stark auskühlen lassen und große Möbel mit etwas Abstand zur Außenwand stellen beugt vor.
Wir sagen Ihnen ehrlich, wo Sie selbst Hand anlegen können – und wo sich ein Fachbetrieb lohnt.
Bei einer Schimmelsanierung entfernen wir den Befall fachgerecht, behandeln den Untergrund und streichen mit einer geeigneten Farbe neu – häufig mit mineralischen Farben, die durch ihre Alkalität ein schlechter Nährboden für Schimmel sind. Steckt ein Bauschaden dahinter, sagen wir Ihnen das offen und empfehlen den passenden Fachmann.
Bei großflächigem Befall oder gesundheitlichen Beschwerden lassen Sie sich bitte zusätzlich ärztlich beraten. Quelle der Empfehlungen: Umweltbundesamt, Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden.
Schimmel kann die Atemwege reizen und Allergien auslösen, besonders bei empfindlichen Menschen. Er sollte deshalb immer zügig entfernt und die Ursache behoben werden.
Nein. Normale Farbe deckt ihn nur ab, darunter wächst er weiter. Erst entfernen, Ursache beheben, dann mit einer geeigneten Farbe neu streichen.
Laut Umweltbundesamt eher nicht: Essig wird von kalkhaltigen Untergründen neutralisiert und kann Schimmel sogar Nährstoffe liefern. Besser ist 70-prozentiger Alkohol.
Das hängt davon ab, ob die Ursache im Gebäude oder im Wohnverhalten liegt. Melden Sie den Befall frühzeitig dem Vermieter und dokumentieren Sie ihn mit Fotos. Bei Streit hilft der Mieterverein.
Wir sehen uns den Befall an, klären mit Ihnen die Ursache und sanieren die Fläche fachgerecht.
Unterschiede, Einsatzbereiche und wie viel Farbe Sie brauchen.
FarbeMaterial
Farbtöne, die zur Ruhe kommen lassen – und was Licht damit macht.
FarbeInnen
Schimmel gründlich entfernen und Wände wieder sauber herstellen.
EntfernenUrsacheNeuanstrich
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