Malereibetrieb Farbkraft

Ratgeber · Fassade

Fassade streichen: Kosten, Ablauf und selber machen?

Ein neuer Fassadenanstrich schützt Ihr Haus und lässt es wieder frisch aussehen. Doch was kostet das, wie läuft es ab – und kann man es auch selbst machen? Ein ehrlicher Überblick vom Malermeister.

Von Frank Müller & Markus Stempfle, Malereibetrieb Farbkraft

Wann braucht die Fassade einen neuen Anstrich?

Viele Fassaden halten mit einem guten Anstrich 10 bis 15 Jahre, an der Wetterseite oft weniger. Diese Zeichen sprechen dafür, dass es Zeit wird:

  • Die Farbe kreidet – beim Darüberwischen bleibt weißer Staub an der Hand.
  • Es zeigen sich Risse, Abplatzungen oder Blasen.
  • Grüne oder graue Beläge von Algen und Schmutz breiten sich aus.
  • Die Farbe ist ausgeblichen und fleckig geworden.

Wer rechtzeitig streicht, schützt den Putz darunter. Wartet man zu lange, dringt Feuchtigkeit ein und aus einem Anstrich wird eine Putzsanierung.

Wovon die Kosten abhängen

Einen seriösen Festpreis pro Quadratmeter kann niemand nennen, ohne das Haus gesehen zu haben. Diese Punkte machen den größten Unterschied:

  • Fläche: Gerechnet wird die tatsächlich gestrichene Wandfläche, Fenster und Türen werden je nach Größe abgezogen oder als Laibungen extra berechnet.
  • Gerüst: Höhe, Zugang, Standzeit und ob der Gehweg genutzt werden muss. Bei vielen Häusern ist das Gerüst ein großer Posten.
  • Zustand des Untergrunds: Ein fester, sauberer Putz braucht wenig Vorarbeit. Risse, lose Stellen und alte Anstriche, die abblättern, kosten Zeit.
  • Reinigung: Algen und Schmutz müssen vor dem Streichen runter – das ist ein eigener Arbeitsgang.
  • Farbsystem: Silikat-, Dispersions- oder Siliconharzfarbe unterscheiden sich im Preis und in der Eignung für Ihren Untergrund.
  • Details: Fensterlaibungen, Gesimse, Sockel, Dachuntersichten, Holz- und Metallteile werden oft gesondert ausgeführt.

Bei uns erhalten Sie nach einer kostenlosen Besichtigung ein schriftliches Angebot, in dem jede dieser Positionen einzeln aufgeführt ist. So sehen Sie genau, wofür Sie zahlen – und können Angebote fair vergleichen.

So läuft ein Fassadenanstrich ab

  • Gerüst stellen und Fenster, Wege und Pflanzen abdecken
  • Reinigen: Schmutz, Algen und lose Farbe entfernen
  • Ausbessern: Risse öffnen und füllen, Putzschäden beheben
  • Grundieren: damit der neue Anstrich gleichmäßig haftet
  • Zwei Anstriche im gewünschten Farbton
  • Details: Laibungen, Sockel, Holz- und Metallteile
  • Abnahme und Abbau des Gerüsts

Gestrichen wird bei trockenem, mildem Wetter – mehr dazu im Ratgeber Fassade streichen: das richtige Wetter.

Welche Farbe ist die richtige?

Die Farbe muss zum Putz und zum vorhandenen Anstrich passen. Mineralische Putze vertragen sich besonders gut mit Silikatfarbe, ältere Kunstharzanstriche eher mit Dispersions- oder Siliconharzfarbe. Die Unterschiede erklären wir im Ratgeber Silikat- oder Dispersionsfarbe?

Fassade selber streichen?

Gerade bei Einfamilienhäusern liegt der Gedanke nahe. Ehrlich gesagt: Bei kleinen, niedrigen Flächen kann das klappen. Sobald ein Gerüst nötig ist, wird es aber anspruchsvoll – nicht nur wegen der Sicherheit.

Wir sagen Ihnen ehrlich, wo Sie selbst Hand anlegen können – und wo sich ein Fachbetrieb lohnt.

Das können Sie gut selbst

  • Gartenmauern und niedrige Sockel
  • Holzteile in Griffhöhe nachstreichen
  • Den Zustand der Fassade regelmäßig prüfen

Hier lohnt sich der Profi

  • Alles mit Gerüst – Absturzgefahr ist kein Hobby-Risiko
  • Große Flächen ohne sichtbare Ansätze
  • Die Wahl des passenden Farbsystems
  • Risse, Putzschäden und Algenbefall

Dazu kommt: Wer selbst streicht, braucht trotzdem ein Gerüst, Material und viel Zeit – und trägt das Risiko, wenn der Anstrich nach wenigen Jahren abblättert. Mehr zu unserer Arbeit an Fassaden finden Sie auf der Seite Fassadenreinigung & Fassadenanstrich.

Kosten senken und Steuern sparen

  • Früh planen: Wer im Winter anfragt, hat in der Saison mehr Terminauswahl.
  • Arbeiten bündeln: Steht ohnehin ein Gerüst, lassen sich Dachrinnen, Fenster oder Dachuntersichten gleich mit erledigen.
  • Steuerbonus nutzen: 20 % der Arbeitskosten können Sie in der Regel von der Steuer abziehen, bis zu 1.200 € im Jahr. Mehr dazu im Ratgeber Handwerkerkosten absetzen.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie oft muss eine Fassade gestrichen werden?

Viele Fassaden brauchen nach etwa 10 bis 15 Jahren einen neuen Anstrich – abhängig von Lage, Wetterseite, Untergrund und Farbe.

Was kostet das Gerüst?

Das hängt von Höhe, Fläche, Zugang und Standzeit ab. Im Angebot führen wir das Gerüst als eigene Position auf, damit Sie es nachvollziehen können.

Braucht man eine Genehmigung für einen neuen Fassadenanstrich?

Meist nicht. Ausnahmen gibt es etwa bei Denkmalschutz, Gestaltungssatzungen oder wenn das Gerüst öffentlichen Grund nutzt. Das klären wir vorab mit Ihnen.

Was kostet Ihre Fassade?

Wir sehen uns Ihr Haus kostenlos an und erstellen ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.

Blaue Fassade in Blankenese nach dem Neuanstrich
Kontakt

Malereibetrieb Farbkraft

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Ob Fragen zu unseren Leistungen oder der Wunsch nach einer maßgeschneiderten Lösung – kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder über das Formular.

Telefon0176 34 91 92 00

E-Mailinfo@farbkraft.hamburg

AdresseOsterbrooksweg 27, 22869 Schenefeld

ErreichbarMo–Fr 08:00–16:00 Uhr

Kostenlos beraten lassen

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht – wir melden uns bei Ihnen.